Sideboard-Maße: Höhe, Breite und Tiefe richtig wählen
Welche Maße hat ein Sideboard? Richtwerte für Höhe, Tiefe und Breite und was bei der Raumplanung zu beachten ist.
Ein Sideboard ist mehr als Staufläche – es bestimmt die Proportionen eines Raumes. Zu niedrig wirkt es verloren, zu hoch erschlägt es. Zu schmal hat es keinen Auftritt, zu breit frisst es Platz. Mit den richtigen Richtwerten findest du das Sideboard, das wirklich passt.
Standardmaße im Überblick
| Maß | Typischer Bereich | Empfehlung |
|---|---|---|
| Höhe | 70–90 cm | 80–85 cm |
| Breite | 100–250 cm | 140–180 cm |
| Tiefe | 35–50 cm | 40–45 cm |
Diese Richtwerte gelten für stehende Sideboards. Hängende (schwebende) Varianten sind höher montiert (50–80 cm Oberkante) und tiefer in der Optik, aber gleich tief in der Nutzfläche.
Höhe: Das unterschätzte Maß
Die Höhe des Sideboards bestimmt, wie der Raum wirkt – und wie du das Möbel nutzt:

- 70–75 cm: Wirkt niedrig und breit, modern-japanisch. Deckfläche auf Hüfthöhe – gut als Anrichte, aber Dekorationsgegenstände wirken verloren
- 80–85 cm: Klassische Kommode-Höhe. Deckfläche auf Bauch- bis Brusthöhe – ergonomisch ideal zum Abstellen
- 90 cm: Buffet-Höhe. Wirkt wie eine Bar, Deckfläche auf Arbeitshöhe – gut in offenen Küchen
> Tipp: Hänge ein Bild oder Spiegel über das Sideboard? Dann ist 80–85 cm Höhe optimal – der Abstand zwischen Sideboardoberkante und Bildmitte sollte 25–35 cm betragen.
Breite: Von kompakt bis Zimmerwand
Die Breite richtet sich nach der verfügbaren Wandlänge und dem gewünschten Stauraumvolumen:
- < 120 cm: Kompakt, für kleine Räume oder als Akzentmöbel – wenig Stauraum
- 120–160 cm: Standard, passt in die meisten Wohnzimmer und Esszimmer
- 160–200 cm: Großzügig, dominiert die Wand positiv – gut für Räume ab 25 m²
- > 200 cm: Raumfüllend, braucht bewusst hohe Decken und einen entsprechend großen Raum
Optische Faustregel: Das Sideboard sollte nicht breiter sein als zwei Drittel der Wandbreite, auf der es steht – sonst wirkt es zu dominierend.
Tiefe: Was passt an deine Wand?

Standard ist 40–45 cm Tiefe. Das reicht für: - A4-Ordner (30 cm tief) - Tischdecken, Tischwäsche - Flaschen und Gläser
Flachere Varianten mit 35 cm Tiefe wirken luftiger, bieten aber weniger Stauraum. Tiefer als 50 cm gibt es kaum Sinn – der hintere Teil wird zum toten Winkel.
Abstände: Nicht vergessen
- Zur Wand: Mindestens 60 cm vor dem Sideboard, damit Schubladen und Türen vollständig geöffnet werden können
- Zum Esstisch: Mindestens 90 cm Abstand, besser 100–120 cm damit Stühle zurückgeschoben werden können ohne ans Sideboard zu stoßen
- Unter dem Sideboard: Bei stehenden Sideboards sollte Platz für einen Saugroboter bleiben (ca. 12–15 cm)
> Hinweis: Schwebende Sideboards wirken leichter und lassen den Boden sichtbar – das vergrößert den Raum optisch erheblich. In kleinen Esszimmern oft die bessere Wahl als ein stehendes Modell.
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